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Hintergrundinfos zu unswerer Humbold-Gruppenreise

Einführung zur Entdecker-Reise

In Deutschland ist es leider kaum bekannt, dass Humboldt während seiner 5 jährigen epochemachenden Reise in die “Equinoctialgegenden des neuen Continents” 1799 bis 1804 nach Südamerika, Mexico und USA auch zweimal insgesamt 4 Monate Cuba besuchte und erforschte. Zwar gab es in Cuba keine unbekannten Urwaldflüsse zu entdecken oder hohe Berge zu besteigen, aber Genaueres über Cuba war damals ausserhalb Spaniens fast unbekannt. Zu Humboldts Zeiten befand sich Cuba am Anfang der industriellen Revolution vor allem in der Zuckerproduktion und am Anfang des langen Weges in die Unabhängigkeit.

Aber erst durch Humboldts wissenschaftliche Berichte (auf französich !!) erfuhren  vor allem die internationalen Investoren von den enormen Möglichkeiten auf der Insel Cuba. Humboldt wandte sich gegen die grausame Behandlung und brutale Ausbeutung der Negersklaven. Zwar war er ein begeisterter Anhänger der Ideale der französischen Revolution, aber er war kein Revolutionär sondern suchte immer Lösungen auf wissenschaftlichem Wege.

Ihm schwebte ein unabhängiges Cuba vor, in dem alle Menschen, inclusive der vielen importierten Neger mit gleichen Rechten in Freiheit lebten. Um das erreichen zu können, musste erstmal festgestellt werden, wie gross Cuba eigentlich genau war und wieviele Menschen in Cuba lebten. Dann mussten die landwirtschaftlichen und geologischen Gegebenheiten der Insel erforscht werden. Letztlich musste die Frage untersucht und entschieden werden,  ob Cuba bei Anwendung wissenschaftlicher Methoden und moderner Technik in der Lage wäre die  Sklavenwirtschaft  stufenweise aufzugeben und trotzdem unabhängig von der finanziellen Unterstützung der Kolonialherren  zu überleben.

Humboldt stellte sich dieser enormen Herausvorderung, schrieb die erste moderne Länderkunde über Cuba und wird deshalb seitdem in Cuba der “Zweite Entdecker” Cubas genannt. Tatsächlich gibt es kaum ein Thema, welches er nicht untersucht und über welches er nicht geschrieben hätte. Wegen seines Anti-Sklaverei Artikels, was sein wichtigstes Anliegen war, wurde sein Cuba Werk in Havanna im Interesse der reichen Sklavenhalter direkt nach Erscheinen verboten.

Humboldts Arbeit auf Cuba hatte das Hauptziel , den Grossgrundbesitzern und Unternehmern fundierte Erkenntnisse zur Verfügung zu stellen, die es Ihnen ermöglichen würden auf  Sklavenwirtschaft zu verzichten und auf moderne Industrie umzustellen und trotzdem oder gerade dadurch die Ekonomie zu verbessern.

Zu Humboldts Zeiten konnte sich niemand einen Produktionsbetrieb ohne die Energiequelle von Negersklaven vorstellen. Vor allem Zuckerplantagen brauchten bis zu 300 Sklaven. Und da sich gerade die Zuckerproduktion stark  entwickelte wurden in hohem Tempo immer grössere Mengen Sklaven nach Cuba importiert. Humboldt warnte vor Sklavenaufständen mit Hinweis auf die Vorgänge in Haïti, wo jegliche Produktion zum erliegen gekommen war. Schon 20 Jahre nach Erscheinen seines Cuba Werkes sollte er Recht behalten. Cuba wurde in den 40er Jahren von grossen Sklavenaufständen erschüttert.  Aber Cuba benötigte noch das ganze 19te Jahrhundert, um die Ratschläge Humboldts in die Praxis umzusetzen, um sich von der Sklavenwirtschaft zu lösen und sich selbst, mit Hilfe vieler schwarzer Unabhängigkeitskämpfer,  von den Kolonialherren zu befreien.

In seinen weltbekannten Buechern berichtete Humboldt auch ausgiebig ueber seine Forschungen und Reisen auf  Cuba. Aber das wurde in Humboldts Heimat Deutschland, im Ggensatz zu vielen anderen Laendern, kaum zur Kenntnis genommen.

Er schrieb und veroeffentlichte in Paris und auf franzoesisch. Ins Deutsche wurden seine Buecher, vor allem das “Cuba Werk” nur sehr spaet und ausserdem nur mangelhaft  uebersetzt. Ausserdem hatte Deutschland waehrend und nach den napoleonischen Kriegen hauptsaechlich mit sich selbst zu tun. Das Interesse an Cuba war in Deutschland im 19ten Jahrdt aeusserst gering.

Das ist heute ganz anders. Das Interesse an Cuba , an seiner Musik und Kultur und vor allem an seinen Menschen ist in Deutschland in den letzten Jahren enorm gestiegen.

Und spaetestens seit 2004, seit der Neuuebersetzung und Neuerscheinung in Deutschland des Lebenswerks Humboldts “KOSMOS”, und seines Reiseberichtes nach America (bei Enzensberger) , ist der Universalwissenschaftler Humboldt in Deutschland wieder ins Bewusstsein vieler Menschen  zurueckgekehrt.

Humboldt fasziniert heute vor allem als Mensch mit einer unerschuetterlichen positiven Einstellung in schweren Zeiten. Er koennte heute vielen als ansteckendes Vorbild in den jetzigen schweren Zeiten dienen, meint Kosmos Verleger Enzensberger.

180 Jahre nach Erscheinen der laenderkundlichen Abhandlung Humboldts ueber Cuba (Cuba Werk) kann eine Studien- und Entdeckerreise auf den bisher kaum bekannten Spuren Humboldts in Cuba deshalb eine tiefgehende persoenliche Erfahrung werden .

Bisher hatte es in Cuba kein Reiseprogramm zum Thema Humboldt gegeben, obwohl dessen wissenschaftliche Forschungsberichte ueber die Insel den Weg zum unabhaengigen Cuba mitbestimmt haben. Ueber seine genaue Reiseroute in Cuba ist nur sehr wenig bekannt.

Trotzdem kann auf Grund speziell fuer dieses Programm angestellter ausgiebiger Recherchen  jetzt  ein wirklich autentisches,  lehrsames  und interessantes Humboldt Programm in Cuba angeboten werden.

Waehrend der hier angebotenen Humboldt-Cuba Reise werden alle Orte und Landschaften, die Humboldt selbst besucht und teilweise auch beschrieben hat, besucht.

Seit der Revolution vor fast 50 Jahren sind die meisten Stadkerne in Cuba unveraendert geblieben . Oft fuehlt man sich dort in der Zeit  zurueckversetzt wie in einer  Zeitmaschine. Eine Reise nach Cuba heute ist daher ganz besonders geeignet, Humboldt naeher zu kommen und etwas von seiner Zeit einzufangen.

Die Hauptthemen Humboldt’s, Zuckerindustrie, Sklavenwirtschaft , wirtschaftliche Unabhaengigkeit Cuba’s und der Umgang des Menschen mit der Natur (heute Oekologie genannt)  stehen waehrend dieser Reise staendig im Vordergrund und koennen mit  kubanischen Fachleuten vor Ort besprochen werden.



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