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Tabakanbau und Zigarrenherstellung in Kuba - Die "Habanos"


Kuba ist weltbekannt für seinen Tabakanbau und die hohe Qualität der hergestellten Zigarren. Die Tabakfabriken und Plantagen sind allemal einen Besuch wert!

Die Entdeckung des Tabaks

Christoph Kolumbus schickte zwei seiner Männer ins Land, um etwas über diese neu entdeckte Insel zu erfahren (es war der Kazikenbereich Maniabón, das spätere Territorium der heutigen Provinz Holguín). Bei ihrer Rückkehr berichteten sie der Welt neben anderen merkwürdigen Details zum ersten Mal über den Tabak und seine Blätter, die gerollt und geraucht wurden und heute unbedingt die Bezeichnung Habanos verdienen.


Diese Entdeckung ist im Tagebuch der ersten Reise eingetragen unter dem 6. November 1492, einem Dienstag: "...Die beiden Christenmenschen trafen unterwegs auf viele Leute, die durch ihre Dörfer gingen, Frauen und Männer mit einer Rauchrolle...". Eine klare Anspielung auf die Blätter der aromatischen Pflanze, die sie je nach Aussprache des Buchstabens H coho-ba oder cohiba nannten.

 

Der Dominikanerpater Bartolomé de Las Casas, der als bedeutendster Chronist der spanischen Eroberungen in Amerika gilt, fügte später über die originellen Rollen hinzu, dass es sich hierbei um ineinander gewickelte Blätter handelte, die an einem Ende angezündet wurden, um am anderen Ende zu ziehen und den Rauch einzuatmen.

Seit Kolumbus ihn 1492 auf Kuba entdeckte, erlangte der Tabak, der in Kuba natürlich, ohne Kultivierung wuchs, seiner überragenden Qualität wegen, binnen kurzer Zeit große Verbreitung und hohes Ansehen auf der ganzen Welt.

Hauptanbaugebiet für Habano-Tabak (hat ihren Namen von der Stadt Havanna geerbt, wo sich der Haupthafen für den Export der Zigarren ins Ausland befand) ist die Provinz Pinar del Rio, im äußersten Westen Kubas. Hier sind Regenmenge, Bodenbeschaffenheit und Temperatur ideal für den Tabakanbau.

Das Anbaugebiet für den besten Tabak befindet sich in der Region Vueltabajo, welches sich rund um die Stadt Pinar del Río, San Luis und San Juan y Martínez erstreckt. Jedoch sind auch hier nur rund ein Viertel Anbaufläche für den Anbau von Tabak für die Havanna geeignet.

Die am weitesten östlich gelegene Tabakanbauregion für die Habanos wird Vueltarriba genannt und ist zweigeteilt in zwei Gebiete:

 

  • Remedios, rund um Trinidad, das größte und älteste Tabakanbaugebiet. Der hier angebaute Tabak hat seinen eigenen, typischen Geschmack und wird nur für eine einzige Habano-Marke verwendet: die José L. Piedra.
  • Oriente: Hier landete Kolumbus 1492 und entdeckte dabei auch den kubanischen Tabak. Auch heutzutage wird hier noch Tabak angebaut, der jedoch nicht für die Herstellung von Habanos verwendet wird.

Herstellung der Habanos in Pinar del Río

In der Provinz sind drei Zigarrenfabriken für die Exportproduktion in Betrieb. Die größte ist die "Jesus Feim Leiva" in der Provinzhauptstadt, stark besucht von ausländischen Touristen, da hier neben anderen Gründen die weltbekanntesten Habanos gefertigt werden: Cohiba, Churchill, Punch, Montecristo Nr. 1, 3, 4 und 5 und Vegas Robaina. Bei sämtlichen findet ausschließlich Qualitätstabak aus Vueltabajo Verwendung.


Die Cohiba gilt als das beste Produkt des Staatseigenen Betriebs Habanos. Ab 1964 wurde diese Marke, damals noch nicht unter dem Namen Cohiba, ausnahmslos an Diplomaten und Staatschefs verschenkt. Ab 1982 war sie dann frei verkäuflich und für jedermann erberblich, sofern man es sich leisten kann und will. Eine weitere Einzigartigkeit ist, dass die Tabakblätter der Cohiba drei, anstatt zweimal fermentiert werden. Wer also in den Genuss kommt eine echte Cohiba zu rauchen, hat einmalige Qualität gefunden. Bis heute werden kubanische Zigarren (puros) in echter Handarbeit gefertigt.

Sie können alles rund um den Tabakanbau und die Herstellung der weltberühmten Havanna-Zigarren auf unserer Exkursion zum Viñalestal und in unserer Themenführung „Die Legende der Havanna-Zigarre“ erfahren. Mehr dazu finden Sie unter folgendem Link:
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Abschließend noch ein Tipp: Wenn Sie in Kuba Zigarren kaufen wollen, tun Sie dies nicht auf der Straße! Die dort angebotenen Zigarren mögen zwar günstiger sein als in den meisten Läden, qualitativ sind diese jedoch meist deutlich schlechter und nicht empfehlenswert. Kaufen Sie die Zigarren nur in entsprechenden Läden - auch bedingt durch staatliche Kontrollen sind die Preisunterschiede dabei minimal, dafür bekommen Sie auch Zigarren von bester Qualität.